Social Media für Blogger und Autoren

Hallo liebe Leser! Heute gibt es mal einen Post der anderen Art. ^-^ In der Zeit, als mein Laptop lahmgelegt war, hatte ich vermehrt Zeit auf Social Media verbracht und ich möchte hier meine Erfahrungen und Beobachtungen bei den verschiedenen Social-Media-Plattformen schildern, was den Nutzen für Blogger und Autoren betrifft.

Social Media für Blogger und Autoren

Braucht man Social Media?

Als ich damals mit meinem kleinen Buchblog „Papiermosaik“ angefangen habe, hatte ich weder Ahnung von Social Media noch einen einzigen Social-Media-Account. Ich hatte Instagram und Snapchat seit mehreren Jahren privat genutzt, um mir die Zeit in langweiligen Vorlesungen zu vertreiben, aber dort auch nur selten Bilder gepostet. Als ich dann vermehrt auf anderen Blogs unterwegs war, habe ich rasch die umfangreichen Social-Media-Leisten bemerkt, die überall zu finden waren und mich gefragt – brauche ich das auch?

Da in allen Blogging-Anleitungen stand, dass man unbedingt Social Media einsetzen muss, habe ich schließlich mit einem Bookstagram-Account (Instagram für Buchblogger) angefangen und im Laufe der Zeit kamen auch Accounts auf fast allen anderen Plattformen dazu. Bereut habe ich es nicht, vor allem als ich Self-Publisherin geworden bin, denn als Autor ohne Verlag ist Social Media sehr wichtig, um sich etwas Reichweite zu verschaffen.

Ob man als Blogger Social Media braucht, hängt vor allem davon ab, was man mit seinem Blog überhaupt erreichen will. Zwingend notwendig ist es meiner Einschätzung nach nicht, denn es gibt auch andere Möglichkeiten sich zu vernetzen. Für Buchblogger kann ich vor allem Instagram empfehlen, da gibt es eine sehr große und aktive Community und gerade wenn man gerne schöne Bilder von seinen Büchern macht, wird man da viel Resonanz erfahren und findet vielleicht auch den einen oder anderen Blogleser. Trotzdem ist es meiner Meinung nach das Wichtigste sich als Blogger auf den Content – also den Inhalt der Blogposts – zu konzentrieren und sich mit anderen Bloggern direkt über ihre Blogs zu vernetzen.

Im Nachfolgenden möchte ich auf die wichtigsten Social-Media-Plattformen eingehen und euch meine Erfahrungen mit ihnen schildern.

Instagram

Instagram ist eindeutig meine Lieblings-Plattform, was man auch daran merkt, dass ich dort daueraktiv bin. Ich liebe es Bilder zu machen und sie zu teilen, weswegen diese Plattform perfekt für mich ist. Außerdem empfinde ich die Bookstagram-Community als sehr positiv mit einem sehr lieben Umgangston. Ich habe dort schon sehr viele nette Leute kennengelernt, mit denen ich inzwischen auch über PM schreibe.

Instagram für Blogger und Autoren

Als Bloggerin generiert Instagram allerdings nicht wirklich Traffic für meinen Blog. Das liegt daran, dass man keine Links in seine Posts integrieren kann. Nur wenn Leute auf das Profil gehen und dort dem Link in der Bio folgen, finden sie den Weg zu deinem Blog oder deiner Website. Wenn man Wege sucht, um den Traffic zu erhöhen, ist Instagram daher die falsche Plattform.

Als Autorin dagegen ist Instagram eines der besten Marketing-Tools, das man sich vorstellen kann. Als rein visuelle Plattform gibt es keinen besseren Ort, um sein Cover zu zeigen, Gewinnspiele mit hübschen Goodies zu veranstalten, Bilder mit Zitaten zu posten oder seine Printexemplare in Szene zu setzen. Allerdings muss man dafür ein gewisses visuelles Gespür haben, denn es kommt auch auf die Qualität der Bilder und den Gesamteindruck des Feeds an. Wenn ihr Autoren seid, kann ich euch Instagram daher unbedingt ans Herz legen.

Twitter

Twitter ist im Gegensatz zu Instagram eine Plattform, die in erster Linie über Text funktioniert. Man muss in der Lage sein sich kurz zu fassen und das, was man sagen will, prägnant auf den Punkt zu bringen, denn die Anzahl der Zeichen in einem Tweet ist sehr begrenzt.

Dafür ist Twitter meiner Einschätzung nach eine der mächtigsten Traffic-Quellen, denn man kann Links direkt teilen und durch die Retweet-Funktion kann man mit einem einzigen Tweet eine riesige Reichweite erzielen. Als Blogger lohnt sich das vor allem, wenn man über aktuelle oder kontroverse Themen bloggt oder Posts teilt, die viele Menschen aus der Community interessieren.

Dafür kann der Umgangston auf Twitter sehr rau ausfallen, es kommt regelmäßig zu „Shitstorms“ und eine große Menge von Menschen kann sich zusammenschließen, um gegen eine Person oder ein Ereignis zu hetzen. Das gefällt mir überhaupt nicht an Twitter, weswegen ich dort auch nicht übermäßig aktiv bin. Auch als Autor oder Buchblogger wird man um politische Debatten, Hetz-Tweets und Leute, die sich dauernd aufregen, nicht herumkommen. Früher oder später muss man daher die Entscheidung treffen, ob man sich an diesen Debatten beteiligen will und damit einen bestimmten politischen Standpunkt vertritt, oder ob man sich raushält. Ich habe mich entschieden mich rauszuhalten, weil ich einfach kein negativer Mensch bin und auch wesentlich mehr zu solchen Themen zu sagen habe, als ich in einem kleinem Tweet zusammenfassen könnte.

Ich habe auch recht viele Accounts stummgeschaltet, um keine Wut-Tweets mehr in meiner Timeline sehen zu müssen. Mit dieser Funktion ist Twitter eigentlich ganz angenehm. Dennoch gefällt mir die Tendenz zur Hetze dort überhaupt nicht. Das schafft meiner Meinung nach keinen guten Boden für eine Diskussion, auf der sich beide Seiten respektieren und am Ende eine Lösung oder einen Kompromiss finden.

Als Autorin eignet sich Twitter meiner Erfahrung nach gut für Umfragen und um sich mit anderen Autoren vernetzen. Wenn man eine größere Followerzahl hat, ist es gewiss auch fürs Marketing gut geeignet.

Pinterest

Nach Instagram ist Pinterest meine zweitliebste Plattform. Dabei ist Pinterest eher eine Bildersuchmaschine als eine Social-Media-Plattform. Man kann Bilder in „Boards“ mit einem bestimmten Thema pinnen und aus den Vorschlägen immer mehr Bilder hinzufügen.

Gerade für Blogger bietet Pinterest, wenn man weiß, wie man es richtig macht, ein großes Potenzial für Traffic. Das ist leider nicht einfach zu verstehen und ich muss da auch selbst noch durchblicken, daher sind meine Blog-Boards momentan auf „Privat“ geschaltet. Man kann Bilder von seinen Blogposts inklusive Link zum Blog direkt als Pins hochladen oder eigene Pins erstellen, um die Posts zu promoten. Wird dein Pin oft genug von anderen Leuten repinnt, kann man mit einem einzigen Pin eine große Reichweite erzielen.

Für Autoren ist Pinterest perfekt zur Inspiration geeignet. Außerdem kann man „Moodboards“ für seine Bücher, Welten und Charaktere erstellen, auf denen man die Atmosphäre der Geschichte in Bildern widergibt. Diese Idee gefällt mir sehr gut und ich habe auch zu allen meinen Projekten ein Moodboard erstellt.

Facebook

Auf Facebook war ich genau einen Tag lang vertreten, dann hat die Plattform meinen Account gesperrt und verlangt, dass ich ein Bild meines Personalausweises hochlade, um sie freizuschalten. Da ich in meiner kurzen Zeit auf Facebook auch nicht wirklich mit der Seite klargekommen bin, habe ich bisher davon abgesehen mir einen neuen Account zu erstellen.

Facebook für Blogger und Autoren

Mit Facebook habe ich daher leider nicht so viel Erfahrung, die ich hier wiedergeben könnte. Auf den ersten Blick gab es unglaublich viele Funktionen, die sehr unübersichtlich dargestellt waren. Außer seinem Account kann man „Fanseiten“ für seinen Blog, sein Autoren-Pseudonym oder sogar seine Buchreihen erstellen. Man kann den verschiedensten Gruppen beitreten und dort Posts verfassen, was wiederum die Reichweite extrem erhöhen kann.

Einige Blogger und Autoren schwören auf Facebook und nutzen das als das wichtigste Marketing-Tool, andere haben mir davon abgeraten wegen dem merkwürdigen Algorithmus, der die Reichweite von eigenen Posts einschränkt. Auch in den Gruppen kann es wohl Stress geben und abhängig davon welche Leute man zu seinen Freunden hinzufügt, kann dasselbe Problem wie auf Twitter mit den politischen Debatten entstehen.

Als Bloggerin kann ich auf Facebook eigentlich verzichten, aber als Autorin hätte ich schon gern eine kleine Fanseite. Mal schauen, ob ich es schaffe, das noch einzurichten. Von dem, was ich gesehen habe, ist Facebook sehr gut geeignet, um Veranstaltungen zu planen, Bloggerteams zu organisieren und an Events teilzunehmen. Da gibt es leider vom Funktionsumfang her auch kein vergleichbares Netzwerk. Um Gruppen zu erstellen, hätte ich allerhöchstens Telegram, aber ich glaube, das verwenden auch nicht so viele Leute.

Abschließende Worte

Insgesamt ist es wichtig trotz dieser vielfältigen Möglichkeiten den Kern eurer Online-Präsenz nicht aus den Augen zu verlieren – euren Blog. Denn die meisten Leser könnt ihr immer noch gewinnen, indem ihr gute Posts schreibt, regelmäßig bloggt und mit anderen Bloggern in Austausch tretet. Meine Empfehlung ist daher sich lieber auf einige Plattformen zu beschränken, auf denen man sich wohlfühlt und die gut für einen funktionieren, anstatt zu versuchen überall präsent zu sein.

Es ist auch wichtig, sich nicht damit zu stressen überall „Up-to-Date“ bleiben zu müssen. Gerade wenn man auf vielen Plattformen vertreten ist, kann man schnell mit Notifications, PMs und Posts von unzähligen Leuten erschlagen werden. Da gibt es eine Twitter-Timeline zu lesen, eine Facebook-Timeline, der Feedreader zeigt zwanzig neue Posts an, auf Instagram wurde man in fünf Bildern getaggt und es wird höchste Zeit die letzten Blogposts zu pinnen. Schnell kann man sich dadurch überfordert fühlen. Ich setze mir daher klare Prioritäten. Die Twitter-Timeline lese ich schon lange nicht mehr, im Feedreader konzentriere ich mich auf meine Lieblingsblogs und meine Notifications außerhalb von Instagram checke ich oft nur einmal am Tag oder seltener. Und diesen Rat kann ich euch auch geben, wenn ihr euch von Social Media manchmal überfordert fühlt. 🙂


Welche Social-Media-Plattformen nutzt ihr? Welche gefallen euch, welche eher nicht? Was sind eure Erfahrungen mit Instagram, Twitter und Facebook? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Liebe Grüße, Aurora

9 Gedanken zu “Social Media für Blogger und Autoren

  1. Von Social Media habe ich mich ziemlich verabschiedet, wenn man mal von meinen bzw. unseren Blogs absieht. Facebook war natürlich praktisch, um Aktivitäten im eigenen erweiterten Bekanntenkreis bekannt zu geben (ich hatte nur mein normales Profil, keine besondere Seite), aber sowas braucht alles sehr viel Zeit. Man macht mit Social Media quasi viel Lärm, damit das Eigentliche evtl. gehört wird.

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    1. Das kann ich auch verstehen. Gerade jetzt, da ich so viel Stress im Real Life habe, halt ich mich auch ein bisschen fern von einigen Plattformen. Ich finde es auch wichtig, dass man nicht vergessen sollte, sich auf das Eigentliche zu konzentrieren, also den Blog oder das Schreiben. ^^

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  2. Hallo liebe Aurora,
    ein sehr schöner Beitrag. Wir haben uns ja schon ein wenig über Socialmedia unterhalten. Ich nutze Instagram, Facebook, Twitter und Pinterest. Wobei ich letztere Plattform leider sträflichst vernachlässige. Den Dreh, wie man Pinterest für die eigenen Posts nutzt habe ich daher auch noch nicht ganz raus. Das Problem ist, dass jede Plattform ja auch Zeit kostet und ich möchte natürlich auch meinen Blog nicht vernachlässigen. Auf Twitter bin ich erst ganz neu. Ich finde es gerade interessant, dass man sich hier kurz fassen muss. Allerdings bin ich nicht so der Freund von Hetzreden und rauem Umgangston. Auf dieser Plattform habe ich auch noch nicht wirklich eine große Reichweite. Daher bleibt dort auch der Austausch – noch – ein wenig auf der Strecke.
    Meine meistgenutzten Plattformen sind also Facebook und Instagram. Ich schätze beide Plattformen auf ihre Art. Ich habe gemerkt, dass viele Leser gerade durch das Teilen meiner Artikel auf Facebook darauf aufmerksam werden, dass etwas neues eingestellt wurde. Auch bekomme ich selbst über diese Plattform oft Neuigkeiten erst mit. Facebook nutze ich am PC. Instagram hingegen eher unterwegs. Hier mag ich es gerne durch die Bilder zu stöbern. Überhaupt mag ich das Prinzip Bilder für sich sprechen zu lassen. Hier liegt der Text nicht im Fokus sondern das Optische. Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, wie viele Leser durch Beiträge auf Instagram auf den Blog gelangen. Ich glaube Instagram ist dann eher nochmal als separate Diskussionsplattform zu sehen (?!)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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  3. Rhiannon

    Guter Artikel, denn es ist manchmal nicht leicht zu erkennen, was nun wirklich sinnvoll und wertvoll ist für einen selber.
    Nicht jeder mag die Social Media – andere lieben sie. Hier ist es mal wichtig zu überlegen, wie weit sich jeder darin einbringen will.

    Auf jeden Fall ist es eine gute Zusammenfassung der Dinge.

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    1. Vielen Dank! ^-^ Ich denke auch, dass es da wichtig ist, dass man eine Plattform findet, die man mag, denn sie sind doch recht unterschiedlich, Ich hab da Instagram für mich entdeckt und dabei bleibe ich nun auch. 😀
      Liebe Grüße, Aurora

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  4. Hallihallo!
    Ich nutze Instagram, Twitter, Facebook und Pinterest – letzters aber nur sehr unregelmäßig. Beim Traffic über Instagram kann ich dir definitiv Recht geben. Da tut sich fast nichts. Am liebsten nutze ich Twitter, da ich mir bei den Instagram-Posts immer so furchtbar unkreativ vorkomme, was die Texte angeht 😀 Twitter ist da einfach etwas knackiger!
    Liebe Grüße
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Instagram)

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    1. Hallo Lisa! 😀
      Ja, Twitter ist für Traffic richtig gut. Bei WordPress kann ich das auch einfach automatisieren, sodass mit jedem Post einfach ein Tweet rausgeht, finde ich sehr praktisch. Bei Instagram ist es schon viel Arbeit die perfekten Bilder zu machen, Kurzbeschreibung und Hashtags zu verfassen, aber da ist auch die Resonanz immer sehr hoch dafür. ^^
      Liebe Grüße, Aurora

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  5. Danke für diesen Artikel! Mich erschlägt die pure Fülle an Social Media auch jedes mal. Und dann bin ich einfach nur entmutigt und beschließe, ein andermal ein Profil anzulegen… Dein Artikel gibt mir Mut, mich einfach für eine Plattform zu entscheiden 🙂

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