Kathleen Hale – Eine Autorin stalkt eine Buchbloggerin und schreibt ein Buch darüber

Vielleicht habt ihr schon einmal von der Debatte um Kathleen Hale gehört, der amerikanischen Autorin, die eine Buchbloggerin wegen einem negativen Goodreads-Review gestalkt hat. Da das Ganze 2014 passiert ist, könnte man meinen inzwischen ist Gras über die Sache gewachsen. Für diesen Sommer hat Kathleen Hale allerdings den Release ihres Buches Kathleen Hale is a Crazy Stalker angekündigt, eine Sammlung von Essays über Erlebnisse aus ihrem eigenen Leben, darunter die Geschichte mit dem Goodreads-Review. Und das wirft erneut Fragen auf, wie mit der manchmal prekären Beziehung zwischen Autoren und Bloggern umzugehen ist.

Wenn die Autorin ein Buch auf deine Türschwelle legt

Die ganze Geschichte begann damit, als die Buchbloggerin Blythe Harris ein 1-Stern-Review zu Kathleen Hales Debüt-Roman No One Else Can Have You auf Goodreads veröffentlicht hat. Aufmerksam wurde die Autorin auf das Review über Twitter, nachdem sie gefragt hat, was sie in der Fortsetzung anders machen soll. In der Rezension hat Harris unter anderem angeprangert, dass das Buch falsch mit Vergewaltigung, PTSD und ähnlichen Themen umgeht und diese verherrlichen würde.

Andere Blogger haben das Review zitiert und kommentiert. Kathleen Hale, die sich extrem angegriffen fühlte, begann gegen den Rat anderer Autoren mit den Reviewern zu interagieren. Schließlich wurde sie auf eine Seite weitergeleitet, auf der wütende Autoren bestimmte Goodreads-Reviewer geblacklistet haben – darunter auch Blythe Harris.

Ermutigt von den Erfahrungen anderer Autoren kriegte Kathleen Hale die Adresse von Blythe Harris heraus, indem sie die Bloggerin für eine Giveaway-Aktion vorschlug. Daraufhin stalkte sie die Bloggerin auf Google Maps, Instagram und anderen Social-Media-Accounts und fand heraus, dass sie ein Pseudonym und einen erfundenen Hintergrund benutzt, um im Internet aufzutreten. Wiederholt versuchte sie mit der Bloggerin in Kontakt zu treten und sie dazu zu bringen ein Interview mit ihr durchzuführen, woraufhin Harris stets ausweichend reagierte.

Mithilfe eines bezahlten Background-Checks kriegte Hale den Realnamen und die reale Arbeitsstelle von Blythe Harris heraus. Sie entschloss sich ein Auto zu mieten und zum Haus der Bloggerin zu fahren. Dort lässt sie den Roman A Short Guide to a Happy Life von Anna Quindlen auf der Türschwelle zurück, nachdem sie nicht den Mut aufbringen konnte zu klingeln und eine Silhouette im Fenster gesehen hat.

Danach ruft sie Blythe Harris auf der Arbeit an und konfrontiert sie, ob sie eine Buchbloggerin sei. Harris wiegelt das ab und meint, dass anscheinend eine andere Person ihre Adresse benutzen würde, allerdings kriegt Hale über einen Verlag heraus, dass man ihr Bücher zugeschickt hat. Hale beginnt damit die Bloggerin weiterhin anzurufen, auf Twitter und Facebook zu konfrontieren und ihren Blog zu stalken. Blythe setzt ihre Social-Media-Profile auf privat und blockiert die Autorin. Außerdem beschließt sie das Bloggen aufzugeben und hat bis heute nicht wieder damit angefangen.

Doch das war Kathleen Hale nicht genug. Sie veröffentlichte einen Artikel, geschrieben aus ihrer Sicht und in dem sie sich als Opfer darstellte, im Guardian. Unter anderem beschrieb sie die Bloggerin darin als Catfisherin, weil sie nicht ihren realen Namen und ihren realen Hintergrund benutzt hat. Wie es zu erwarten war, folgte eine sehr intensive Debatte auf den Artikel zwischen Autoren, die Hale verteidigen und Bloggern, die es mit der Angst zu tun gekriegt haben.

Warum es nicht in Ordnung ist, was Kathleen Hale getan hat

Der Umgang mit negativen Rezensionen war schon immer eine der größten Herausforderungen für einen Autor. Da sitzt man monatelang da und schreibt und zweifelt an sich selbst und überarbeitet und geht ins Lektorat, bis man endlich sein Werk vollendet hat und damit zufrieden ist. Und dann kommt irgendein anonymer Blogger daher und verreißt und beleidigt es in einer Minute.

Es ist auch kein Geheimnis, dass der Umgangston auf Goodreads sehr rau ausfallen kann. Um genau zu sein bin ich auf die ganze Geschichte mit Kathleen Hale gestoßen, als ich zu einem kürzlich von mir gelesenen Buch (Dark Wonderland) ein paar englische Reviews auf Goodreads gelesen habe, die das Buch in extrem aggressivem und beleidigendem Tonfall verrissen haben. Da ich im Moment selber über zukünftige Veröffentlichungen nachdenke, begann ich zu grübeln, ob ich es wirklich schaffen würde solche Reviews zu ertragen. Was mich wiederum zu Kathleen Hale geführt hat.

Und ich war absolut geschockt von dieser Geschichte. Was sich zuerst wie einen guten Plot für einen Thriller anhört, ist wirklich in der Realität geschehen. Und am 4. Juni 2019 wird die Autorin ein Buch darüber veröffentlichen, um aus ihren eigenen kriminellen Handlungen, von denen sie überzeugt ist, dass sie gerechtfertig sind, noch etwas Geld herauszuholen.

Als ein Mensch, der sowohl Buchbloggerin als auch angehende Autorin ist, könnte man meinen, ich kann beide Seiten der Geschichte nachvollziehen. Allerdings empfinde ich das Verhalten von Kathleen Hale einfach nur als höchst unprofessionell und beängstigend. Es ist erschreckend, dass genug Leute auf ihrer Seite stehen, dass sie nun ein Buch über das Thema veröffentlichen kann. Der Artikel im Guardian war aus ihrer Perspektive geschrieben – die Perspektive der Buchbloggerin erfährt man nicht, aber ich kann mir gut genug vorstellen, was sie empfunden haben muss.

Natürlich tut es weh schlechte Reviews zu bekommen. Besonders wenn sie auf unprofessioneller Ebene geschrieben sind und den Autor persönlich angreifen, was man als professioneller Blogger einfach nicht machen sollte. Aber das ist keineswegs eine Entschuldigung den Reviewer monatelang zu belästigen und im Real Life (!!) zu stalken. Ich finde, die Autorin hat eine Grenze überschritten, die niemals überschritten werden sollte.

Für uns Blogger und Autoren in Deutschland ist es noch prekärer, da wir gezwungen sind unsere Adresse und unseren realen Namen im Impressum anzugeben. Jeder, dem nicht passt, was wir online äußern, kann uns ganz einfach im Real Life stalken, konfrontieren und belästigen. Es ist eine schlimme Vorstellung, vor allem im Rahmen derartiger Geschichten.

Insgesamt wirft der Vorfall ein sehr schlechtes Licht auf die Fronten zwischen Autoren und Buchbloggern und ich finde es unnötig und falsch, dass Kathleen Hale mit ihrem baldigen Release die Geschichte erneut aufrollen und vermarkten muss. Ihre Karriere als Autorin hat sie zumindest erfolgreich ruiniert. Ich werde ihre Bücher nicht lesen, mir hat schon ihr Guardian-Artikel gereicht. Ich hoffe, dass die Geschichte ein negativer Einzelfall bleibt und uns ins Gedächtnis ruft, wie man in der Literaturwelt nicht miteinander umgehen sollte. Schließlich lieben wir doch alle am Ende Bücher. Und ohne Autoren, die Bücher schreiben, und Leser, die Feedback geben, wäre das alles nicht möglich.


Jetzt habe ich wieder den halben Tag mit einem Blogpost verbracht, aber diese Geschichte ging mir nicht aus dem Kopf, sodass ich einfach meine Gedanken dazu teilen musste. 😀 Was haltet ihr von Kathleen Hales Verhalten gegenüber der Buchbloggerin? Würdet ihr Kathleen Hale Is a Crazy Stalker lesen und findet ihr es in Ordnung, dass sie ein Buch über den Vorfall veröffentlicht? Wenn ihr selber schreibt, wie kommt ihr mit negativen, aggressiv formulierten Reviews klar? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Liebe Grüße, Aurora

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28 Gedanken zu “Kathleen Hale – Eine Autorin stalkt eine Buchbloggerin und schreibt ein Buch darüber

  1. Hallo Aurora,

    danke für den Beitrag! Das ist wirklich eine schreckliche Geschichte und ich finde es unglaublich, dass ein Verlag einer solchen Autorin noch eine Plattform bietet. Ich hoffe sehr, dass das Buch keine Käufer findet …

    Viele Grüße
    Elena

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    1. Hallo Elena!

      Mich hat die ganze Sache auch erstmal so schockiert, dass ich einen Beitrag schreiben musste. 😀 Es ist wohl so, dass die Mutter ihres Verlobten in dem Verlag arbeitet, weswegen sie da ganz einfach ihr Buch unterkriegt. Hoffe auch, dass es niemand liest, aber wohl allein der negative Hype wird ihr Sales geben… Auf Goodreads hat das Buch natürlich schon ganz viele 1-Stern-Rezensionen gekriegt, haha.

      Liebe Grüße, Aurora

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  2. Hallo Aurora,

    das ist ja eine gruselige Geschichte. Ich habe das gar nicht mitbekommen und irgendwie hoffe ich auch, dass es möglichst wenige mitbekommen, damit keiner das Buch aus Sensationslust kauft. Dieser Frau sollte keine Plattform geboten werden und ich hoffe, dass das Buch möglichst schnell wieder in der Versenkung verschwindet und sie kein Kapital daraus schlagen kann.

    Viele Grüße,
    Mona

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    1. Hallo Mona!

      Ja, ich hoffe auch, dass die Autorin so wenig Plattform wie möglich kriegt. Man hätte meinen können sie hat aus dem Shitstorm gelernt, aber nun musste sie nochmal einen drauf setzen mit diesem Release. :/ Schon krass irgendwie, dass sie von einigen auch noch dafür gefeiert wird.

      Liebe Grüße, Aurora

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  3. Hallo liebe Aurora,
    ich hatte von der stalkenden Autorin bislang noch nichts gehört. Ich bin geschockt! Das ist ja ein wahrer Albtraum. Dass die Autorin jetzt auch noch ein Buch über diese Tat schreibt, die ihr eigentlich wohl eher peinlich sein sollte, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Mir fehlen gerade wirklich die Worte….

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo liebe Tanja,
      Ich war auch schockiert, als ich darauf gestoßen bin, deswegen musste ich es gleich teilen. Es scheint so, als würde die Autorin auch noch glauben, sie hätte absolut im Recht gehandelt. Man merkt richtig, dass sie stolz auf ihre Tat und den Shitstorm ist, ansonsten würde sie die ganze Sache jetzt nicht nochmal aufrollen mit dem Buch. Ich hoffe einfach, dass man in Zukunft nichts mehr von ihr hören wird.
      Liebe Grüße, Aurora

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  4. Hallo Aurora!
    Wie ich das gelesen habe, war ich echt schockiert. Ich hatte in meinem Leben schon mit zwei mehr oder weniger aggressiven Stalkern zu tun, aber zum Glück nie in solchem Ausmaß.
    Danke für deinen Beitrag. Dieser ist echt sehr informativ und fasst das Geschehene gut zusammen.
    Ich bin jetzt „nur“ Bloggerin, aber habe mir schon manchmal Gedanken darüber gemacht, das jemand mal auf die Idee kommen könnte irgendeinen Mist zu machen…
    Den Namen werde ich mir merken und kein Buch von dieser Autorin lesen!
    Danke!
    Liebe Grüße aus dem windigen Hamburg
    Mya

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    1. Hallo Mya!
      Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat. 🙂 Es ist erstaunlich, was so alles passiert in der Welt der Autoren. 😀
      Persönlich hatte ich noch nie mit Stalkern zu tun zum Glück, aber ich kann mir vorstellen, was das mit der Seele macht. Ein Kumpel von mir war mal davon betroffen.
      Diese Geschichte scheint zum Glück ein negativer Einzelfall zu sein. Ich hoffe es passiert nie etwas Ähnliches in Deutschland, hier ist man mit dem Impressum doppelt angreifbar. :/
      Liebe Grüße, Aurora

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  5. angeltearz liest

    Nee, von ihr habe ich noch nie gehört. Die ist ja krass. o.o

    Persönliches Angreifen geht gar nicht. Egal, ob es ein Blogger oder der Autor ist. Es sollte alles auf einer Ebene sein, wo sich beide Seiten respektieren. Wenn das von einer Seite nicht klappt, sollte diese Seite es nicht weiter machen und sich zurückziehen. Aber es dann auch auf sich beruhren lassen.
    Wenn Menschen netter miteinander umgehen, macht es das doch allen einfacher.

    Dass es von beiden Seiten ausufern kann, habe ich aber auch schon lesen dürfen. Also jetzt nicht direkt bei mir, aber ich habe es gesehen, da es öffentlich ausgetragen wurde. Wirklich sehr schade und unglaublich traurig.

    Die Geschmäcker sind verschieden. Was der Eine mag, mag der andere vielleicht nicht. Ich finde zum Beispiel die Geschichte von „Shades of grey“ absolut schlimm, respektiere aber, dass andere es mögen. Warum denn auch nicht!?
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es für einen Autor schon schlimm sein kann, wenn sein Buch negativ ankommt. Es ist das Baby, an dem man ewig saß und es liebt. Deswegen habe ich vor Autoren einen großen Respekt, dass sie den Mut haben sich der Kritik zu stellen. Allerdings finde ich aber auch, dass wir Blogger die Verantwortung haben, Kritik nett auszudrücken. Kritik ist in Ordnung und darf sehr gerne gezeigt werden. Dennoch sollte das alles nett und höfflich und vor allem sachlich geschildert werden.

    Nein, ich würde das Buch von der Kathleen Hale nicht lesen. Ich würde es als Blogger sogar boykottieren. Ihr Verhalten geht absolut gar nicht. Und anstatt ein Buch zu schreiben, sollte sie vielleicht lieber ärtzliche Hilfe aufsuchen, da sie scheinbar ein großes Problem mit sich selber hat. 😦

    Schönen Abend! 😉

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    1. Hallo liebe Steffi,

      Es ist wirklich eine krasse Geschichte! :O

      Und ich sehe das genauso wie du. Persönlicher Angriff von beiden Seiten geht gar nicht. Selbst nicht, wenn man hier im Internet größtenteils anonym ist. Ich finde es auch schade, wenn es so öffentlich ausgetragen wird, es wirft ein schlechtes Licht auf die Beziehung zwischen Autoren und Bloggern. :/

      Ich finde, du hast eine sehr gute Einstellung und die teile ich auch. 🙂 Ich mag manche Bücher auch nicht, aber ich respektiere den Autor und ich respektiere die Leser, die es mögen. Auch wenn es Fifty Shades of Grey ist.
      Ich versuche Kritik auch immer nett/konstruktiv anzubringen. Da ich selber Autorin bin, könnte ich gar nicht ein Buch so hemmungslos verreißen oder den, der es geschrieben hat, beleidigen.

      Ich glaube es gibt sogar irgendwo eine Petition, die darauf aus ist das Buch vor der Publikation zu stoppen. 😀 Ich finde auch, die Tatsache, dass sie noch stolz dieses Buch veröffentlicht, zeigt, dass sie weder etwas aus der Sache gelernt hat noch begreift, dass sie überhaupt etwas Falsches getan hat.

      Liebe Grüße, Aurora

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  6. Auweia, das ist ja eine krasse Geschichte! 😮
    Habe eben tatsächlich zum ersten mal davon gehört und bin wirklich schockiert.

    Ich kenne nur die Seite des Lesers und mir persönlich fällt es wahnsinnig schwer negative Rezensionen zu schreiben. Ich frage per se nur Rezensionsexemplare an von denen ich mir eigentlich sicher bin, dass sie mir gefallen. Ist das dann nicht der Fall überfällt mich das schlechte Gewissen. Der Verlag nimmt Kosten und Mühen auf sich um mir ein Buch zukommen zu lassen und ich „bedanke“ mich dann mit einer negativen Rezension. Das tut mir wirklich im Herzen weh. Ich versuche mich dann aber so neutral wie möglich auszudrücken und zu begründen, an welchen Punkten es lag. Einen kompletten Verriss würde ich nie schreiben, denn man weiß doch um die Mühen von Autor*innen und Verleger*innen.

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    1. Hey!
      Danke für deinen Kommentar. ^-^ Ich mag es auch gar nicht negative Rezensionen zu schreiben, das tut mir auch weh. Ich weiß ja als Schreiberin selbst wie viel Arbeit und Herzblut immer in einem Buch steckt. Deswegen gibts auf meinem Blog auch keine Sternebewertungen, sondern nur meine Worte, die ich immer abmildern kann. 🙂
      Ich finde deine Einstellung echt gut! Ich würde auch nie einen kompletten Verriss schreiben, selbst nicht, wenn mich das Buch gestört hat. Wenn ich negative Punkte nenne, versuche ich das am Ende immer durch einige positive Punkte abzumildern.
      Liebe Grüße, Aurora

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  7. Hey,
    ich wusste von der Story absolut gar nichts aber ich möchte gar nicht wissen wie schlimm dass für die Bloggerin gewesen sein muss. Klar, eine schlechte Rezension tut weh aber deswegen hat man nicht das Recht jmd zu belästigen und zu stalken! Ich finde die Autorin ist zu weit gegangen und ich finde es schade, dass ein Verlag ihr Buch veröffentlcht und ihr somit eine Bühne bietet. Ich persönlich würde das Buch nicht lesen.

    Ich mag es nicht schlechte Rezensionen zu schreiben aber meine Ehrlichkeit gegenüber meinen Lesern und mir selbst und den Autoren ist mir wichtiger. Ich glaube, dass ich nur einmal etwas harsch mit einer schlechten Rezension war, weil die Autorin nicht sonderlich freundlich ( in meinen Augen) zu mir war als sie mitgekriegt hatte, dass ich das Buch nicht gut finde. Ausserdem wurde sie zunehmend aggressiver und beleidigender gegenüber Leuten, die ihr Buch nicht gut fanden.
    Natürlich steckt in so einem Buch viel Herzblut aber jmd dann zu sagen dass seine Meinung über das Buch falsch sein nur weil sie nicht fünf Sternen entspricht geht für mich nicht klar.

    Liebe Grüße,
    Paula Josina

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    1. Hallo liebe Paula,

      Ich finde auch, dass die Bloggerin viel zu weit gegangen ist. Jemanden im Real Life zu stalken und sogar bis nach Hause zu verfolgen geht gar nicht und ich finde es schlimm, dass sie dafür auch noch Support gekriegt hat bzw. dass sich Leute auf ihre Seite gestellt haben.

      Wow, krass dass sich die Autorin bei dir beschwert hat. :O Ich würde das nie machen als Autorin. Vermutlich wäre ich etwas traurig über eine schlechte Rezension, aber schlussendlich nehme ich das in Kauf, wenn ich mein Werk in die Welt hinauswerfe. Jeder darf sich dann seine Meinung darüber bilden, egal wie die ausfällt. 🙂 Und dass nicht alle Leute mein Geschriebenes gut finden, erwarte ich sogar. Die Geschmäcker sind schließlich sehr unterschiedlich und was dem einen gefällt, findet der andere langweilig. Als Bloggerin ist es mir zum Glück noch nie passiert, dass sich jemand bei mir beschwert hat, aber ich habe schon gehört, dass es wohl gar nicht so selten vorkommen soll. :O

      Liebe Grüße, Aurora

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      1. Hallo Aurora,
        ja, was die Autorin getan hat war unfassbar.
        Ich kann mich deiner Meinung nur anschliessen 😉 Nein, leider kommt das nicht sonderlich selten vor… habe das auch schon von vielen anderen gehört 😦
        Liebe Grüße,
        Paula Josina

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  8. Pingback: Fremde Funken 04/2019 | Gedankenfunken

    1. Hey!
      Vielen lieben Dank für die Verlinkung und dass mein Beitrag dir gefallen hat. 🙂 Es war schon eine heftige Geschichte und ehrlich gesagt mag ich die Impressumspflicht auch überhaupt nicht. ^^‘
      Liebe Grüße, Aurora

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  9. Liebe Aurora,
    wie du bin ich auch Autorin und Bloggerin und ich muss sagen, dass ich einfach absolut keine Worte habe. Ich bin schockiert, wie um alles in der Welt man auf die Idee kommen kann, a) eine Bloggerin wegen einer negativen Rezi zu stalken und b) darüber ein Buch zu schreiben. Da kann man sich doch nur an den Kopf packen, unbegreiflich. Aber vielen Dank für deinen Artikel!
    Liebe Grüße
    Yvonne 🙂

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    1. Liebe Yvonne,
      Ich weiß auch nicht wie die Autorin auf die Idee gekommen ist. Anscheinend hat sie das Ganze persönlich genommen und eine Art Obsession entwickelt. Es ist schon eine unfassbare Geschichte. Es freut mich, dass ich dich darüber unterrichten konnte. War auch erstmal geschockt als ich davon gehört habe.
      Liebe Grüße, Aurora

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  10. Pingback: [Blog Glück] Mai 2019 – Seitenglueck

  11. Hallo Aurora,

    vielen Dank für diesen Beitrag, das ist ja mal eine verrückte Geschichte!
    Ich selbst schreibe nicht, kann das insofern nicht ganz nachvollziehen, wie es sich anfühlen muss, negative Kritik auszuhalten. Ich bin auch nicht der Meinunung, dass man „das als Autor schon können muss“, sonst dürfe man nicht schreiben. Andererseits muss man es schaffen, auf solche Kritik einfach nicht einzugehen, wenn man es denn nicht vernünftig kann. Und das scheint ja hier eindeutig der Fall zu sein!
    Das was diese Autorin gemacht hat, dürfte wohl einige Gesetze und auch die Grenzen des Anstands weit überschreiten. Besonders perfide ist ja, dass die Autorin über ihre Fanbase eine ganze Masse mobilisieren kann, während Blogger*innen (egal wie gut vernetzt) eben noch viel stärker einzeln auftreten und keine schützende Masse hinter sich wissen.

    Und das Ganze dann auch noch als Buch zu veröffentlichen?! Wie tief kann man denn sinken?
    Ich bin ehrlich gesagt nicht wenig schockiert und muss noch mal ne Weile über diesen Fall nachdenken… Kann verstehen, dass dir das lange durch den Kopf gegeistert ist…
    Wirst du dir das Buch denn ansehen, wo du auch den ganzen restlichen Fall verfolgt hast?
    Viele Grüße
    Jennifer

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Jennifer,

      Gerne, ich fand es auch sehr verrückt. 😀 Zum Glück war es wohl in diesem Fall so, dass die Autorin sich selbst ins Bein geschossen hat, als sie den Guardian-Artikel veröffentlicht hat. Dadurch hat die ganze Blogger-Community das mitgekriegt und hat sich gegen sie gestellt und praktisch ihren ganzen Namen als Autorin ruiniert. Ich finde auch, dass man es dann schaffen muss, auf die Kritik nicht einzugehen. Oder es zumindest bei einem Gegenkommentar zu belassen. Das hier ist wirklich ein Extrembeispiel.

      Ich war auch schockiert über diese Entwicklung, Daraus wird deutlich, dass die Autorin leider gar nichts gelernt hat aus ihren Fehlern. :/ Es ging mir an diesem Tag einfach nicht aus dem Kopf, deswegen habe ich diesen Artikel geschrieben. Das Buch werde ich mir nicht ansehen, ich möchte die Autorin nicht unterstützen und ihr noch mehr Reichweite/Aufmerksamkeit geben mit diesem Buch.

      Liebe Grüße, Aurora

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      1. Liebe Aurora,
        das verstehe ich, wünsche dem Buch auch keine gesteigerte Aufmerksamkeit. Aber solch ein Fall ist schon recht einmalig.
        Wollen wir hoffen, dass sich das nicht zum Standard entwickelt…
        Viele Grüße
        Jennifer

        Gefällt 1 Person

      2. Hallo Jennifer,
        Zum Glück glaube ich, dass es ein Einzelfall bleiben wird. Ich habe gehört, dass es zwar ab und zu vorkommt, dass ein Autor sich bei Bloggern aufregt wegen schlechter Rezensionen, aber so weit zu gehen gleicht dann schon einem psychisches Problem. ^^‘
        Liebe Grüße, Aurora

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  12. Pingback: angeltearz liest - Bloggerliebe im Mai 2019

  13. Hallo Aurora,

    ich habe tatsächlich jetzt erst von dieser Story mitbekommen und bin ziemlich schockiert, dass jemand sowas erntshaft macht UND dann auch noch ein Buch darüber veröffentlicht. Und danna uch noch Unterstützung anderer Autor*innen erfährt. Dafür ist eine negative Rezension schlichtweg kein Grund – klar, das kann kränken, aber diesem Risiko sollte man sich bei der Veröffentlichung bewusst sein und dann soll man bitte professionell damit umgehen. Das hier ist vielmehr kindisch und kriminell, und dafür sollte die Autorin verklagt werden. Mein Mitleid gilt an dieser Stelle der Bloggerin!

    Liebe Grüße
    Dana

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