Rezensionen zu abgebrochenen Büchern

In der letzten Woche habe ich mich durch genau zwei Bücher gequält und nun schließlich die Entscheidung getroffen sie abzubrechen und in die Bücherei zurückzubringen. Dieser Schritt fiel mir nicht leicht, weil ich stets versuche Bücher, die ich angefangen habe, auch bis zum letzten Kapitel durchzulesen. Aber seit ich einen Büchereiausweis habe, ist mein virtueller SuB einfach so groß, dass ich es lieber mit dem nächsten Buch versuche, als mich zu lange mit Büchern aufzuhalten, die mir nicht gefallen.

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte (Peter Heller)

Credit: Goodreads.com

Bei diesem Buch handelte sich um eine postapokalyptische Dystopie. Nachdem die Menschheit von einer Seuche größtenteils dahingerafft wurde, gibt es nur noch kleine, versprengte Grüppchen von Überlebenden. Der Pilot Hig lebt im Hangar eines verwilderten Flughafens zusammen mit seinem Hund Jaspar und verbringt seine Zeit damit das Gelände mit seiner Cessna zu überfliegen. Sein einziger Nachbar ist der brutale Waffennarr Bangley, mit dem er eine merkwürdige Freundschaft unterhält. Eines Tages empfängt er ein Funksignal von außerhalb des Flughafens und bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, um den Ursprung des Signals aufzuklären.

Leider konnte ich überhaupt nicht warmwerden mit dem Buch. Ich empfand die beschriebene Atmosphäre als extrem depressiv und bedrückend, bis zu dem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr weiterlesen wollte. Die Menschheit, wie sie in diesem Buch dargestellt wurde, hatte sämtliche Menschlichkeit verloren. Es ging nur noch ums Überleben und darum die besseren Waffen zu haben. Diese Perspektive fand ich sehr traurig.

Auch mit den Charakteren konnte ich mich absolut nicht identifizieren. Hig wurde als etwas menschlicher als Bangley dargestellt, aber sie waren beide zwei mittelalte Männer, deren Lebensinhalt daraus bestand Menschen zu erschießen, die es gewagt haben in die Nähe des Flughafens zu kommen.

Ich weiß nicht, ob ich einfach mit dem Genre nichts anfangen kann, weil ich grundsätzlich Bücher mit einer optimistischen und positiven Atmosphäre mag. Aber mir haben auch Werke wie die Serie Z Nation oder das Spiel The Last of Us gefallen, von daher glaube ich, dass es am Ende an den Charakteren und der Atmosphäre lag. Ich habe das Buch schließlich abgebrochen, weil es mich richtig deprimiert hat beim Lesen.

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Abingdon Hall – Der letzte Sommer (Phillip Rock)

Credit: Goodreads.com

Abingdon Hall dagegen Historical Fiction, angesiedelt in England im Jahr 1914 kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs. Im Mittelpunkt des Buches steht die Familie Greville, Angehörige des alten englischen Landadels und wohnhaft auf dem Anwesen Abingdon Hall. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt.

Alexandra Greville bereitet sich auf ihre erste Saison als Debütantin vor, während ihr älterer Bruder Charles Greville um seine Liebe zu Lydia Foxe vom Nachbaranwesen kämpft, die allerdings aufgrund Lydias niedrigerer gesellschaftlicher Stellung zum Scheitern verurteilt ist. Gleichzeitig genießt Lydia die Avancen von Fenton Wood-Lacy, einem Angehörigen des Militärs, der dringend Geld benötigt und bestrebt ist eine reiche Adlige zu heiraten. Die Grevilles bekommen außerdem Besuch in Form von Martin Rilke, einem Verwandten aus Chicago, der als Journalist durch Europa reisen möchte. Dieser lernt schnell Ivy Thaxton, das neue Dienstmädchen der Grevilles kennen, die ihren Platz im Anwesen erst noch finden muss.

Eigentlich mag ich Historical Fiction, gerade aus dieser Epoche, und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Mit der Beschreibung und dem sehr schönen Cover hat es mich gleich an Downton Abbey, eine meiner Lieblingsserien erinnert. Leider wurde ich vom Inhalt des Buches ziemlich enttäuscht.

Schlussendlich habe ich Abingdon Hall zur Seite gelegt, weil auf den ersten 200 Seiten generell kaum etwas passiert ist und mir die unsympathischen Charaktere auch keinen Anreiz gegeben haben weiterzulesen. Die geschichtlichen Ereignisse rund um den Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden von Phillip Rock korrekt und sehr umfangreich und reflektiert dargestellt, aber wenn mich das interessiert, kann ich auch ein Sachbuch zu dem Thema lesen.

Sowohl Lydia, als auch Fenton waren sehr kalte und kalkulierende Charaktere, die versuchen ein Arrangement zu ihrem eigenen Vorteil zu treffen und dafür andere Menschen ausnutzen. Aus diesem Grund konnte ich mich einfach nicht mit ihnen anfreunden. Martin war mir sehr sympathisch, aber da der Großteil der Handlung sich um Lydia, Fenton und die Grevilles drehte, konnte er das Buch für mich nicht retten.

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Rezensionen zu abgebrochenen Büchern

Ich bin mir immer noch unsicher, ob ich Rezensionen zu abgebrochenen Büchern schreiben sollte, weswegen mich interessieren würde, wie ihr das handhabt. Ich frage mich, ob es mir zusteht eine Rezension zu schreiben, wenn ich das Buch in dem Sinne nicht einmal richtig gelesen habe.

Zudem die Gründe ein Buch abzubrechen sehr persönlicher Art sind, eine Abbruchrezension aber eigentlich die negativste Rezension ist, die man geben kann. Man sagt praktisch aus, dass das Buch so schlecht war, dass man es nicht einmal für würdig hielt seine Zeit damit länger zu verschwenden.

Ich möchte meine Leser nicht von einem Buch abraten, das ich selber nicht komplett gelesen habe. Vielleicht habe ich die Botschaft oder das Gesamtkonzept des Buches gar nicht verstanden, wenn ich nur das erste Drittel oder sogar weniger gelesen habe. Bei vielen Büchern habe ich gemerkt, dass ihr Potential erst in der zweiten Hälfte richtig zum Vorschein kam oder ein Plottwist am Ende dafür gesorgt hat, dass man die Ereignisse am Anfang endlich verstehen und in einem anderen Licht sehen konnte.

Wenn ich ein Buch gelesen habe und eine negative Rezension schreibe, weil es mir nicht gefallen hat, ist das eine andere Sache. Dann habe ich das Gefühl, dass ich auch das Recht habe meine Meinung zum Ausdruck zu bringen.

Generell lege ich Wert darauf in meinen Rezensionen immer zu betonen, dass es sich um meine eigene Meinung handelt. Die Geschmäcker sind schließlich sehr unterschiedlich und ich bin mir ziemlich sicher, dass obige Bücher zu den Lieblingsbüchern anderer Leser gehören. In dem Sinne handelte es sich um Fehlgriffe meinerseits. An den Büchern war konzeptionell und stilistisch nichts Schlechtes, es war gut geschriebene Literatur, die einfach meinen persönlichen Geschmack nicht getroffen hat. Deswegen möchte ich eigentlich eher ungern eine so stark negative Rezension zu ihnen verfassen.


Schreibt ihr Rezensionen zu abgebrochenen Büchern? Brecht ihr Bücher überhaupt oft ab oder lest ihr sie grundsätzlich durch? Brecht ihr Bücher ab, die ihr als Rezensionsexemplar bekommen habt? (Als relativ neue Bloggerin habe ich mich damit noch gar nicht auseinandergesetzt.) Und kennt jemand von euch die beiden Bücher, die ich abgebrochen habe? 😀

Liebe Grüße, Aurora

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43 Gedanken zu “Rezensionen zu abgebrochenen Büchern

  1. Liebe Aurora,
    ich breche Bücher eigentlich auch eher selten ab, kann aber völlig verstehen, dass man sich nicht zu lange an schlechten Geschichten aufhalten will. Deine Idee, nun aber doch eine Rezension zu diesen abgebrochenen Romanen zu schreiben, finde ich wirklich gut. Zwar schätzen die Leser deine Meinung, aber jede Geschichte wird ja auch subjektiv betrachtet und vielleicht ist das ein oder andere Buch doch ganz interessant für jemanden. „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ werde ich mir vielleicht auch einmal genauer ansehen – irgendwie reizt mich die Zusammenfassung 🙂

    Liebe Grüße
    Marie

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    1. Liebe Marie,
      Ja, ich vermeide Abbrüche auch, aber ich muss auch zusehen, dass ich nicht meine Zeit allzu sehr mit Büchern verschwende, die mich langweilen, 😀
      Freut mich, dass eines der Bücher dich doch interessiert! Dann hatte meine Rezension nun doch eine positive Seite. 🙂
      Liebe Grüße, Aurora

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  2. Hallo liebe Aurora,
    ich habe bislang noch keine Rezension zu abgebrochenen Büchern geschrieben. Ich muss auch sagen, dass ich Bücher nur äußerst selten abbreche. Ich kann mich noch erinnern, dass ich damals unheimlich gerne Sturmhöhe lesen wolle, weil der Protagonist eines YA-Buches darüber geschwärmt hat. Ich fand die Geschichte von Sturmhöhe aber so schrecklich, dass ich das Buch vorzeitig beenden musste. Zum Einen konnte ich das Verhalten der Charaktere nicht nachvollziehen, zum Anderen war mir die Story einfach viel zu düster.

    Ich habe deine oben genannten Bücher nicht gelesen. Anhand deiner Worte kann ich aber gut verstehen, warum du sie frühzeitig beseitegelegt hast.

    Was das Abbrechen von Büchern angeht, habe ich mir auch noch keine abschließende Meinung gebildet. Einerseits habe ich schon oft festgestellt, dass eine Geschichte sich manchmal auch sehr spät noch richtig entfalten und richtig gut werden kann. 100 Seiten muss man, meiner Erfahrung nach, einigen Büchern mittlerweile eine Chance geben. Andererseits finde ich es aber auch gut, wenn man in einer Rezension erwähnt, dass er Anfang einem schwer gefallen ist oder, wie in deinem Fall, vielleicht sogar zum Weglegen des Buches geführt hat. Es gibt schließlich auch viele Leser, die nicht so einen hohen Bücherkonsum wie wir haben. Da können 100 Seiten,die einfach nicht zu fesseln wissen, schon ganz schön hart sein. Du siehst, ich bin mir auch nicht so ganz sicher, in welche Richtung ich meinungstechnisch tendiere :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo liebe Tanja,

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ja, das ist bei mir auch manchmal das Problem mit klassischer Literatur, manchmal ist sie sehr eigen und ich kann einfach nichts damit anfangen. Cool, dass dir ein Protagonist das Buch empfohlen hat. 😀 😀
      Ich finde auch, dass man zumindest die ersten 100 Seiten oder das erste Drittel lesen sollte. Denn es gibt echt so viele Bücher, die langsam anfangen oder wo am Anfang bei Fantasybüchern erstmal die Welt eingeführt wird. Und die werden dann richtig gut im zweiten Drittel. Wichtig finde ich auch, dass in Rezensionen immer erwähnt wird ob man das Buch abgebrochen hat oder nicht. Dann kann der Leser immerhin selbst entscheiden, ob er die Rezension als Meinung anerkennen möchte.
      Aber du hast auch Recht, was das mit den Weniglesern betrifft. 🙂 In meinem alten Studium war ich so beschäftigt, da hab ich vielleicht 5 Bücher im halben Jahr geschafft und dann wollte ich natürlich nur was lesen, das mir auch total gut gefällt.

      Liebe Grüße, Aurora

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  3. Hallo Aurora,

    Ich breche Bücher nur total ungern ab, aber manchmal geht es einfach nicht anders! Schließlich möchte man sich nicht in seiner Freizeit durch ein Buch durchquälen …

    Die Idee, seine Meinung bzw. Gedanken zu abgebrochenen Büchern zu bloggen finde ich überigns super! Das habe ich bisher noch nirgendwo gesehen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Myri

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    1. Hallo Myri,

      Vielen Dank für das Lob! ^-^ Ich hab einfach drauflosgeschrieben gestern bei dem Beitrag, weil mich das Thema plötzlich beschäftigt hat.
      Geht mir genauso wie dir mit dem Bücher abbrechen. In dem Fall hatte ich auch keine Lust mehr einfach. 😀

      Liebe Grüße, Aurora

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  4. Ich finde es legitim, wenn du Rezensionen zu abgebrochenen Büchern schreibst, wenn du sachlich bleibst und vor allem auch darauf hinweist, dass deine Meinung nur zum gelesenen Teil gehört, weil du über den Rest nichts sagen kannst. Viele Leser sind dankbar für kritische Rezensionen und dem Buch hilft es oft sogar, weil die Neugierde größer ist als bei „normalen“ Rezensionen. Die Leute müssen differenzieren, dass es sich bei beendeten wie bei abgebrochenen Rezensionen immer um eigene Meinungen handelt und jeder ein Buch, eine Geschichte, etc anders empfindet. Daher schreibe ich z. B. auch Rezensionen für abgebrochene Bücher.

    Frühlingshafte Grüße
    Vivka

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    1. Hallo Vivka,

      Ja, das stimmt, auf die eigene Meinung hinzuweisen, ist sehr wichtig. 🙂 Und du hast auch Recht mit der Neugierde auf das Buch. Dennoch schreibe ich eher ungern sehr negative Rezensionen und versuche immer ein ausgewogenes Bild zu geben, um möglichst Vor- und Nachteile zu vermitteln und so jedem Leser die Chance zu geben für sich zu entscheiden, wo er steht. 😀

      Liebe Grüße, Aurora

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  5. Hey,
    Ich breche tatsächlich selten Bücher ab, sollte es aber wahrscheinlich öfter tun, weil es einfach verschenkte Zeit ist. Ich kriege dann nur immer so ein schlechtes Gewissen.
    Bisher habe ich noch keine Rezension zu einem abgebrochen Buch geschrieben, aber in Zukunft könnte das schon vorkommen 🙂
    Liebe Grüße,
    Lea ❤️

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    1. Hallo Lea,

      Das stimmt, manchmal ist es echt verschenkte Zeit. Bei meinen Beispielen hatte z.B. Abingdon Hall 600 Seiten und die ersten 200 Seiten fand ich sehr langweilig geschrieben. Mich durch die restlichen 400 zu kämpfen hätte mir daher kaum Mehrwert geboten. Gerade seitdem ich so viele Projekte am Laufen habe, muss ich mir meine Zeit gut einteilen und verwende sie lieber für Dinge, die mir am Ende etwas bringen. 😀

      Liebe Grüße, Aurora

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  6. Hallo Aurora,
    die Frage, ob ich auch abgebrochene Bücher rezensiere stellte sich mir bisher nie, da ich bisher jedes Buch zuende gelesen habe (ok, Schullektüre zählt nicht und auf Herr der Ringe hatte ich vor 15 Jahren nach 100 Seiten keine Lust mehr, aber da habe ich auch noch nichts rezensiert…).
    Wenn mir ein Buch nicht gefällt, habe ich immer die Hoffnung, es könnte ja doch noch besser werden und mich am Ende völlig überraschen.
    Manchmal zweifel ich aber auch an meiner Entscheidung, mich durchzuquälen und Zeit damit zu „verschwenden“.

    Allerdings finde ich es total legitim, zu begründen, warum dir ein Buch so wenig zugesagt hat, dass du es weggelegt hast. Und die Gründe dafür kann man ja ruhig beschreiben.
    Subjektiv ist eine Abbruch-Rezi ja genauso wie jede andere Leseempfehlung auch 😉

    Viele Grüße
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      Wow jedes Buch zuendegelesen, das ist echt bewundernswert! 😀 In der Schule hab ich natürlich auch nicht das gelesen, was ich sollte, und HdR hab ich nach dem Prolog abgebrochen. Steht inzwischen aber wieder auf meiner To-Read-Liste, weil ich gehört habe, dass es später besser wird.
      Ansonsten hatte ich leider als Teenager die Angewohnheit fast alles abzubrechen, weil ich es nicht hingekriegt habe irgendwas komplett zu machen. 😀 Danach hatte ich die Regel eingeführt, entweder du liest ein Buch ganz oder gar nicht, und seitdem klappt es meist außer in wenigen Fällen. ^-^
      Ja, das stimmt. Am Ende ist es eine subjektive Empfindung wie alle anderen Rezensionen auch. Ich finde solange die Gründe sachlich dargelegt werden sind Abbruch-Rezis auch in Ordnung, allerdings bin ich mir immer noch unsicher, ob ich selbst welche verfassen will.

      Liebe Grüße, Aurora

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  7. Die Post-Idee finde ich übrigens super und so kommen die abgebrochenen Bücher trotzdem noch zu einer Bewertung, ohne gleich eine eigene Rezension veröffentlichen zu müssen. gefällt mir sehr gut. Ich kann mich tatsächlich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt ein Buch abgebrochen habe. Das Muss schon ewig her sein. Heute versuche ich mich meist so gut es geht durchzuquälen, kommt aber auch auf die Seitenanzahl an. Bei 400 geht das noch einfacher als bei 900 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Hallo Sarah,

      Vielen Dank! 😀 Ich glaube ich werde es in Zukunft auch einfach so machen, dass ich abgebrochene Bücher in die Monatsrückblicke oder andere Zusammenfassungen einflechte. Da haben die Leser trotzdem eine Meinung/Vorstellung des Buches, allerdings nicht einen kompletten Post, in dem ich das Buch auseinandernehme. ^^
      Voll gut, dass du so wenig abbrichst! Ich wünschte ich könnte das auch. Und ja, die Seitenzahl ist ein großer Faktor. Bei einem tausendseitigen Wälzer sind die Chancen schon hoch, dass ich abbreche oder das Buch jahrelang rumliegt, bis ich es endlich schaffe. 😀

      Liebe Grüße, Aurora

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  8. angeltearz liest

    Hey Aurora,
    ich breche ganz, ganz selten Bücher ab. Aber bisher habe ich immer eine Rezension geschrieben dazu. Ich lasse allerdings die Sternebewertung weg. Genau aus den Gründen, wie du schon schreibst, denn ich möchte meinen Lesern auch nicht davon abraten das Buch zu lesen.
    Ich versuche sachlich zu erklären, warum mir das Buch nicht gefallen hat.

    Hab einen tollen Abend!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

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    1. Hallo Steffi,

      Das mit der Sternebewertung weglassen finde ich eine tolle Idee! Ich hab ja generell keine Sternebewertungen auf meinem Blog, weil ich es schwer finde kreative Werke subjektiv quasi zu benoten. 😀 Aber bei Abbruchrezis sind sie bestimmt noch schwieriger. Und Glückwunsch, dass du es schaffst so selten Bücher abzubrechen!

      Liebe Grüße, Aurora

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      1. angeltearz liest

        Das mit der Sternebewertung ist bei mir reine Bauchsache.
        Klar ist es schwierig ein kreatives Werk subjektiv zu bewerten. Wobei man es ja mit den Worten in einer Rezension trotzdem tut. Die Sternbewertung ist dann eher sowas wie das „I-Tüpfelchen“. 😀

        Hab einen schönen Sonntag!!

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      2. Bei mir eigentlich auch, aber wenn es dann an die Ein-Stern-Bewertung geht, kriege ich Bauchschmerzen, ob das nicht zu hart ist. 😀 Deswegen bin ich noch unentschlossen, ob ich sie bei mir wieder einbinde. Aber ich mag Sternebewertungen auf anderen Blogs eigentlich, auf meinem alten Blog hatte ich sie auch.
        Dir auch einen schönen Sonntag! ^-^

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  9. Ich breche gelegentlich Bücher ab, schreibe aber keine Rezensionen dazu. Da guck ich lieber, ob ich eine Rezension dazu woanders finde, so dass ich dort kommentieren kann. Manchmal ergibt sich ein Gespräch. Doch, halt! Ich hab mal „Der Habicht“ abgebrochen und einen Artikel darüber geschrieben. Da war es mir ein Bedürfnis, weil alle das Buch lobten.

    Für meine Lesekreisbücher habe ich für mich einen Kompromiss in einer Buchvorstellung gefunden – ohne Wertung. Irgendwie habe ich diese abgebrochenen oder vorzeitig aufgegebenen Bücher dann doch auf dem Blog vermisst.

    Liebe Grüße,
    Mona

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    1. Hallo liebe Mona,

      Das ist eine schöne Strategie. 🙂 Ich kommentiere auch gern auf Rezensionen von Büchern, mit denen ich selbst meine Probleme hatte, denn so kann man auch schön ins Gespräch kommen oder eine andere Meinung kennenlernen.

      Dieser Kompromiss gefällt mir auch gut! Ganz weglassen will ich Rezensionen zu diesen Büchern auch nicht, denn sie sind schon eine wertvolle Leseempfehlung/Einschätzung.

      Liebe Grüße, Aurora

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  10. Jap! Wir schreiben zu abgebrochenen Büchern, denn der Grund, weshalb man sie abbricht, ist meistens Gold wert für eine schöne (Nicht)Empfehlung.
    Rezensionsexemplare stinknormale Bücher, die werden natürlich nicht anders behandelt. Außer bei Auftragsrezensionen, also wenn uns jemand anfragt und für die Rezension bezahlt – da werden die Bücher in Gänze gelesen, aber schließlich bei enttäuschenden Titeln umso ausführlicher bezüglich der Schwächen analysiert und rezensiert. Da besteht also einfach nur ein Anspruch auf Vollständigkeit, ansonsten ist alles gleich.

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    1. Hallo Kia!

      Danke für deinen Beitrag! 😀 Ich finde auch, dass der Grund des Abbruchs für Leser sehr interessant sein kann. Das gibt mir zu denken, ob ich nicht auch solche Rezensionen schreiben sollte. Von Auftragsrezensionen hab ich noch gar nicht gehört. Aber es klingt so, als würde ich sowas auch eher nicht machen, da ich mir gern die Freiheit erhalten will, ein Buch zu lesen oder nicht, je nachdem ob es mir gefällt. ^-^

      Liebe Grüße, Aurora

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  11. Liebe Aurora,
    ich habe mir angewöhnt Bücher mittlerweile schneller abzubrechen, weil sie mich einfach so runterziehen, dass ich nur allzu gern in Leseflauten versinke. Dafür ist mir meine Zeit aber zu schade.
    Abbruchrezis schreibe ich allerdings nicht. Vielleicht baust du solche Dinge nicht als Rezension auf, sondern als Diskussionsbeitrag? „3 Gründe, warum mich xxx nicht überzeugen konnte“, „Abgebrochen: was mir an xxx nicht gefiel“? Letztendlich wird es ähnlich sein wie eine Rezension, aber ich persönlich finde den „Abbruchrezi“ schon so negativ behaftet, dass ich sie meistens gar nicht lese, denn dieser Gedanke, den du ansprichst, habe auch ich als Leser dann: kann sie es dann überhaupt wirklich bewerten? Und so nimmst du da von vornherein den Druck raus? Eventuell? Kurzer Brainstorm während des Tippens. 😀

    Liebst,
    Rika

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Rika,
      Ich kann verstehen, dass dich sowas in Leseflauten bringt. War bei mir mit den hier angesprochenen Büchern nämlich so, weswegen ich mich schließlich dazu entschieden habe sie abzubrechen.
      Das ist ein sehr interessanter Gedanke! Ich hab mir schon überlegt, ob ich sie einfach in Monatsrückblicke einbaue oder in zusammenfassende Beiträge wie diesen, aber Diskussionsbeiträge sind auch eine gute Idee! Denn eine richtige Rezension/Vorstellung mag ich eigentlich auch nur bei einem Werk machen, das ich komplett gelesen und verstanden habe.
      Vielen Dank für deine Anregungen!
      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt 1 Person

  12. Huhu 🙂
    Das Buch von Peter Heller habe ich auch noch auf dem TBR. Bin mal gespannt, wie ich es dann finde.
    Und ich finde, dass man grundsätzlich alles rezensieren kann, selbst wenn man abgebrochen hat. Solange man die Entscheidung begründen kann und nciht einfach sagt „eh, alles Kacke“, dann ist das doch überhaupt kein Problem. Rezensionen sind ja im Allgemeinen sehr persönlich, entweder man mag das Buch oder eben nicht. Und Bücher abzubrechen gehört da dann eben auch dazu.
    Ich selbst breche selten Bücher ab, vor allem weil ich meinen Buchgeschmack sehr gut kenne und meistens nicht zu Büchern greife, die mir nicht gefallen. Aber wenn’s dann doch passiert, dann rege ich mich einfach zu gerne mal auf, um abzubrechen 😀
    Liebe Grüße
    Kat

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    1. Hallo Kat,
      Dann bin ich gespannt, wie es dir gefällt! 😀 Ja, das stimmt Rezensionen sind immer persönlich, von daher sind auch Abbruchrezis vollkommen legitim. Wenn man seine Ansichten gut begründet, ist das oft eine wichtige Hilfestellung für Leser zu entscheiden, ob es ihnen vielleicht ähnlich ergehen würde.
      Wichtig ist glaube, dass man auch zugibt das Buch abgebrochen zu haben oder zu sagen wie viel man eigentlich gelesen hat. 😀 Dann kann der Leser für sich entscheiden, ob er sich von der Meinung beeinflussen lassen will.
      Mir fällt es eher schwer Bücher auszuwählen, die dann auch wirklich meinen Geschmack treffen. Richtig gut, dass du das kannst! Ich nehme die Bücher dann doch immer mit, auch wenn sie mich nicht zu 100% ansprechen, weil ich schon sehr oft Überraschungen erlebt und etwas dazugelernt habe bei Büchern, die im ersten Moment nicht so wirken, als würden sie mir gefallen. Bei den von mir hier beschriebenen Exemplaren war es aber so, dass ich die Genres sehr gern lese (Historical Fiction, Dystopie), die Bücher dann aber nicht meinen Erwartungen entsprochen haben.

      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt mir

  13. Hallo Aurora,
    eine spannende Frage, zu der die Meinungen doch eher auseinander gehen. Ich breche Bücher sehr gnadenlos ab. Das kann nach einer Seite, nach 10 Seiten oder auch nach 100 Seiten sein. Bücher, die ich schon nach einer oder zehn Seiten abbreche erhalten selbstverständlich keine Rezension, denn ich kann das Buch tatsächlich nicht wirklich beurteilen. Ein Buch, welches ich nach 100 Seiten abbreche, da würde ich mir durchaus das Recht herausnehmen, eine Rezension zu schreiben.
    Ich tue es allerdings recht selten, da ich es für Zeitverschwendung halte und meine Zeit und Energie dann lieber in ein neues Buch stecke. Rezensiere ich ein abgebrochenes Buch, dann muss es mich schon sehr geärgert haben und ich möchte andere Leser davor warnen, dieses Buch zu lesen. Ob er oder sie es dann liest oder nicht, das entscheidet ja jeder selbst, von daher habe ich dabei kein schlechtes Gefühl. Dinge, die mich wahnsinnig stören, können anderen gerade gefallen oder umgekehrt.
    Hab einen schönen Sonntag!
    LG
    Yvonne

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Yvonne,

      Interessant, dass du das so anders handhabst! 😀 Ist natürlich auch eine legitime Herangehensweise, denn so sparst du dir sehr viel Zeit und kannst dich auf die Bücher konzentrieren, die du am Ende gut findest oder dir gefallen. Ich bin eher jemand, der versucht jedem Buch eine Chance zu geben, aber manchmal klappt es auch einfach nicht.
      Vor einem Buch warnen möchte ich glaube nur in extremen Fällen oder wenn mich etwas sehr an dem Buch wütend gemacht hat. Von daher finde ich es eine gute Idee nur in diesen Fällen dann auch eine Rezension zu verfassen.

      Liebe Grüße, Aurora

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  14. Hi Aurora,

    Ich kann mich hier den meisten anderen anschließen, wenn ich sage, dass ich auch sehr selten Bücher abbreche. Es kommt aber vor – entweder weil mich der Schreibstil nicht packt oder die Geschichte nicht fesselt. Ich hab mal irgendwann angefangen, „Uhrwerk Orange“ zu lesen, aber dieser Stil, diese neu erfundene Sprache… das hat mich innerlich fertig gemacht, das zu lesen und deswegen musste ich es einfach beiseite legen. 😉

    Ich finde es trotzdem gut, eine Bewertung ungelesener Bücher zu schreiben. Auch das ist ja irgendwo eine Empfehlung für jemanden, der ein bestimmtes Buch lesen möchte. Klar, kann man kein abschließendes Urteil treffen, aber trotzdem ist es ein erster Anhaltspunkt. Schön, dass du den Mut hast, diese Rezensionen zu veröffentlichen 🙂

    Liebste Grüße,
    Jacqui

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Jacqui! 🙂

      Uhrwerk Orange steht auch noch auf meiner To-Read-Liste! Da bin ich mal gespannt, wie es mir gefällt. 😀

      Vielen Dank, das ermutigt mich doch irgendwie abgebrochene Bücher in meine Rezensionen einzubauen. Eher nicht als eigenen Beitrag, aber ich denke in zusammenfassenden Posts wie diesem. 😀

      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt 1 Person

  15. Tiefseezeilen

    Hi!

    Also generell breche ich Bücher ab, wenn sie mir nicht passen. Damit habe ich weniger ein Problem, aber wenn es ein Rezensionsexemplar ist, wird es schon schwieriger für mich, da ich es für meine Rezension einfach durch lesen möchte.
    Doch wenn mir das Mal passiert, dass ich wirklich nicht voran komme, dann würde ich auch eine Abbruchsrezension schreiben! Ich denke, dass ist ehrlich und total richtig so!

    Viele liebe Grüße
    Ani
    #litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Ani,

      Mit Rezensionsexemplaren hab ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt als neue Bloggerin. Aber ich kenne es irgendwie früher vom Betalesen als Autorin, da fand ich manche Geschichten auch sehr langweilig, aber hab ja versprochen zu lesen und Rückmeldung zu geben. 😀

      Vielen Dank, dass du deine Meinung hier geteilt hast! Ich finde es echt spannend so viele verschiedene Ansichten hier zu lesen. ^-^

      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt mir

  16. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, dann breche ich es ab, auch Rezensionsexemplare. Es hilft niemanden, wenn ich mich durch das Buch quäle und die Rezension immer schlechter wird.
    Letztendlich kostet ein Buch das Kostbarste, was ich habe, nämlich meine Zeit.

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    1. Ja, da hast du auch Recht. 😀 Die Zeit ist knapp und kostbar und sich ewig mit etwas abzuquälen bringt dann manchmal nichts. Und ja, weder mit einem Verriss noch mit stundenlangem Quälen als Leser wird die Welt am Ende glücklicher. :O

      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt mir

  17. Hin und wieder schreibe ich Rezensionen zu abgebrochenen Büchern, veröffentliche diese aber nur auf meinem Blog. Ich scheue mich davor, sie z.B. bei Amazon einzustellen, weil ich es nicht fair finde, ein Buch zu bewerten, dass ich nicht komplett gelesen habe.

    LG
    Daggi
    #litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

  18. Kommt für mich immer ein bisschen darauf an.
    Ich finde man kann bei einem Buch schlecht 30 Seiten lesen und es abbrechen und dann eine aussagekräftige Rezension schreiben.
    Vor kurzem habe ich ein Buch auf 2/3 abgebrochen. Da ist eine Rezension einfach fundierter.

    Ansonsten ist es so, dass ich oft gar keine Lust habe ein abgebrochenes Buch in der breite vorzustellen, außer es ist A) ein Rezensionsexemplar oder B) es gibt Dinge die mich länger beschäftigen und ich darüber sprechen möchte .

    Beste Grüße
    Chrissi

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Chrissi!

      Ja, ich finde auch, dass man da relativieren muss je nachdem wie viel überhaupt von dem Buch gelesen wurde.

      Ich hätte schon Lust meine Meinung darüber aufzuschreiben, warum ich das Buch eigentlich abgebrochen habe, zumindest hat es mir in diesem Beitrag gefallen. 😀 Aber richtig lange Vorstellungen würde ich auch nicht schreiben, deswegen bleibt es wohl bei solchen zusammenfassenden Posts.

      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt mir

  19. Hi,
    ich habe mittlerweile kein Problem damit Bücher abzubrechen. Rezensionen dazu habe ich bisher nicht geschrieben. Mein Plan für dieses Jahr ist es, meine abgebrochenen Bücher seperat zu sammeln und dann (wenns für mich genug sind) in einem kurzen Beitrag zu besprechen.
    Darin will ich sagen, warum ich sie nicht weiter gelesen habe.

    Liebe Grüße
    Lilly

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Lilly,
      Das ist eine sehr schöne Idee! Ich hab mir auch überlegt, dass ich statt einer richtigen Rezension lieber einen zusammenfassenden Beitrag schreibe. 🙂 Aber die Gründe warum man ein Buch abgebrochen hat, sind natürlich auch interessant für Leser, deswegen will ich sie auch nicht komplett weglassen. 😀
      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt mir

  20. Hallo Aurora,
    ich breche nur Bücher ab, die ich gekauft oder normal geschenkt bekommen habe und rezensiere diese dann nicht.
    Bei Rezensionsexemplaren bin ich aus meiner Sicht eine Verpflichtung eingegangen, da ich mich ja meist aktiv um die Bücher bemüht habe. Allerdings müssen die Autoren dann auch damit Leben, wenn es keine gute Kritik gibt. ich gebe mir bei solchen Büchern eigentlich sogar mehr Mühe mit der Rezension, da es schon gut begründet sein sollte, warum für mich ein Buch in der Rubrik „Bücher die die Welt nicht braucht“ landet.

    Liebe Grüße, Kerstin

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kerstin!
      Ja, bei Rezensionsexemplaren würde ich auf jeden Fall auch zuendelesen. Damit hatte ich aber noch gar nicht zu tun, da ich noch nicht so lange blogge.
      Aber das stimmt, dann müssen die Autoren auch mit Kritik rechnen, immerhin haben sie um die ehrliche Meinung gebeten. 😀 Ich finde es gut, dass du dir dann mehr Mühe gibts. Als jemand der schreibt, ist es sehr wichtig, ehrliche/konstruktive Kritik zu bekommen.
      Liebe Grüße, Aurora

      Gefällt 1 Person

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